Marktnews  Im frühen Handel verzeichnen Brent und Nymex Rohöl leichte Zuwächse und setzen damit die positive Entwick-lung des Vortages fort.

Unterstützend wirkt die verschärfte Haltung der US-Regierung in Bezug auf Zölle und Sanktionen.
US-Präsident Donald Trump droht, neue Zölle gegen Käufer von russischem Öl zu verhängen, sollte der russische Präsident Wladimir Putin den Krieg in der Ukraine nicht beenden, berichtete NBC News. Zudem kündigte Trump an, Sekundärzölle gegen iranische Ölkunden zu erheben, falls Teheran sein Atomprogramm nicht aufgibt. Der iranische Aussenminister Abbas Araqchi erklärte, dass Teherans Zurückhaltung gegenüber einem direkten Dialog mit den USA eine Reaktion auf Washingtons Drohungen und Einschüchterungen sei. Im Rahmen einer verstärkten „maximalen Druck“-Kampagne verhängen die USA fast wöchentlich neue Wirtschaftssanktionen gegen den Iran und mit ihm kooperierende Unternehmen. Zudem haben die USA Ausnahmegenehmigungen für Sanktionen widerrufen, die es dem italienischen Konzern ENI und dem spanischen Unternehmen Repsol ermöglichten, Öl aus Venezuela zu beziehen. Die europäischen Unternehmen gaben an, von den US-Behörden informiert worden zu sein, dass Washington die Rückzahlung ihrer Gas- und Rohölförderung in Venezuela durch Öllieferungen des venezolanischen Staatsunternehmens PdV nicht mehr genehmigen werde. Darüber hinaus teilten die unabhängigen französischen Unternehmen Maurel und Prom mit, dass die USA ihre Lizenz zur Geschäftstätigkeit im Rahmen ihres 40-prozentigen Anteils an dem Joint Venture, dass das venezolanische Urdana-Oeste-Feld betreibt, widerrufen haben. In Nordamerika kündigte Kanada an, zusätzliche Zölle auf Importe aus den USA einzuführen, falls Trump sein Versprechen wahrmacht, am 2. April noch höhere Steuern auf Importe wichtiger US-Handelspartner zu erheben.

1 USD = 0.8834

Stand: 1.4.2025, nächstes Update: 2.4.2025

Die Marktnews beziehen sich auf die Entwicklung der internationalen Rohöl- und Produktnotierungen. Die effektive Preisentwicklung in der Schweiz kann aufgrund von weiteren Einflussfaktoren wie Transportkosten, Rheinfrachten oder Dollarkurs jedoch abweichen. Migrol übernimmt keine Haftung für Vollständigkeit und Richtigkeit der auf dieser Seite publizierten Informationen.